Henneberg
                       
 
 
 
  Af pommersk adel kendt 1270  
     
 
  Tezlav Wobeser  ~ NN      
  til Wobeser, Rummelsburg   Sophie von Käfernburg ~ Heinrich VI von Henneberg  
  † efter 1270   Grevinde  von Henneberg-Aschach  
      † 4/2 1358  
      , d. 24 Apr. 1359  
     
     
         
        Sophie von Schwarzburg ~ Heinrich XI (VI) von Henneberg  
        Grevinde til Ascha  
        † 1342    (ca. 1282–1357)  
       
           
       
           
        Agnes von Schwarzburg  ~  Hermann V (III) von Henneberg  
        Greve von Blankenburg von Henneberg-Ascha  
        † 1399 Herre til Römhild  
        († um 1403)  
       
       
             
        Friedrich II von Castell  ~ Bertha von Henneberg  
      Greve   , d. Eft. 1254  
  Klaus von Wobeser   ~ NN † 1254  
  til Wobeser, Rummelsburg        
  † efter 1300        
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
  Maarten von Wobeser   ~ NN  
  til Missow, Stolp  
  † efter 1340  
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
  Jacob von Wobeser   ~ NN  
  til Missow, Stolp  
  † efter 1383  
 
 
 
 
 
 
  Af senere medlemmer af slægten nævnes kronologisk:  
 
 
 
 
 
  Våbentegninger på denne side copyright © 2001-2010 by Finn Gaunaa
Grafschaft Henneberg war eine fränkische Grafschaft zwischen Thüringer Wald und Main und umfasste Gebiete der Rhön, des Grabfeldes und der Haßberge. Sie existierte vom Ende des 11. Jahrhunderts bis 1660. Ihre größte Ausdehnung erstreckte sich in Ost-West-Richtung von den heutigen Landkreisen Coburg und Sonneberg bis nach Bad Salzungen; in Nord-Süd-Richtung reichte sie von Ilmenau bis Mainberg vor die Tore Schweinfurts. Das aus der ehemaligen Grafschaft Henneberg hervorgegangene Henneberger Land gehört wie ganz Südthüringen zur länderübergreifenden Region Franken, die Bayern, Thüringen, Baden-Württemberg und Hessen kulturhistorisch verbindet.
Die gefürstete Grafschaft Henneberg [Bearbeiten]
Siegel Berthold V 1262-1284
Die gefürstete Grafschaft Henneberg 1312 - 1353
Henneberg im Fränkischen Reichskreis 1740
Gliederung der Grafschaft um 1750
Aus einer vorübergehenden Schwächung der fränkischen Zentralgewalt und des Verlustes des fränkischen Reichsguts, des Zerfalls der fränkischen Grafschaftsverfassung und der darauffolgenden Fehden und Machtkämpfe gingen die Grafen von Henneberg, die sich nach ihrer Stammburg, der in der Nähe des Ortes Henneberg im heutigen Landkreis Schmalkalden-Meiningen liegenden Burg Henneberg nannten, als Sieger hervor.
Erstmals wurde das Geschlecht chronikalisch 1078 und urkundlich im Jahr 1096 erwähnt. Das gräfliche Geschlecht von Henneberg trat erstmals mit Graf Godebold II. auf. Die Henneberger stammten von dem Bamberger Geschlecht der Popponen ab. 1190 teilte sich das Haus in die Linien Henneberg, Botenlauben und Strauf. 1274 erfolgte die folgenschwere hennebergische Hauptteilung in die Linien Henneberg-Schleusingen, Henneberg-Aschach-Römhild und Henneberg-Hartenberg, wobei die politische Einheit des nördlichen Frankens verloren ging. Als mächtigste Linie gingen die Schleusinger mit Sitz auf Schloss Bertholdsburg aus dieser Teilung hervor. Henneberg-Schleusingen bestand auch am längsten, bis 1583. Im Jahre 1310 wurde Berthold VII. von Henneberg-Schleusingen, der 1274 die Henneburg erhalten hatte, in den Fürstenstand erhoben. Fortan trug die Grafschaft den Titel gefürstete Grafschaft Henneberg.
Nach dem Aussterben der Herzöge von Meranien im Jahr 1248 fielen Gebiete rings um Sonneberg und Coburg an die Grafen von Henneberg. Zwischen beiden Adelshäusern bestanden verwandtschaftliche Beziehungen (Ehe von Poppo VI., des Vaters Ottos von Botenlauben mit Sophie von Istrien um 1165). Dieses Gebiet ging als Pflege Coburg 1291 an das askanische Kurfürstentum Brandenburg verloren, gelangte als Mitgift aber 1312 wieder zur inzwischen gefürsteten Grafschaft Henneberg, die damit ihre größte territoriale Ausdehnung erreichte.
Die Henneberger hatten ab 1157 bis 1354 auch die Burggrafenwürde in Würzburg inne. Diese ging aber im Machtkampf mit den Würzburger Bischöfen ebenso wie territoriale Besitzungen (z. B. um Münnerstadt) verloren. Die bedeutendsten Städte Hennebergs waren Schmalkalden, Coburg, Suhl und ab 1542 Meiningen. Suhl bildete mit umfänglichem Bergbau und der Waffenfabrikation ein wirtschaftliches Zentrum, in Meiningen waren das Textil- und Metallhandwerk sowie das Brauwesen stark vertreten, während die anderen Städte als Residenzen und Quellen von Kultur und Kunst dienten. Geistliches Zentrum Hennebergs war das von den Hennebergern im Jahre 1131 gegründete Prämonstratenserkloster Veßra (jetzt Hennebergisches Museum Kloster Veßra), das fast allen Generationen als Grablege diente.
1353/1397 ging mit der Pflege Coburg ein bedeutender Teil der Grafschaft an das Haus Wettin als Mitgift Katharinas († 1397) bei der Hochzeit mit Friedrich dem Strengen verloren. Der aus dieser Ehe hervorgegangene Friedrich IV. war der erste Kurfürst aus dem Haus Wettin. Die nun wettinische Pflege Coburg grenzte sich in der Folgezeit mit der sächsischen Landwehr von der nun wesentlich verkleinerten Grafschaft Henneberg ab.
Die Grafschaft Henneberg gehörte bis 1806 dem Fränkischen Reichskreis an. Sie besaß eine Brückenfunktion zwischen Franken und dem thüringisch/sächsischen Raum. Mit dem Tausch des bisher hennebergischen Mainberg 1542 gegen das würzburgische Meiningen vollzog sich einerseits der endgültige Rückzug vom Main, andererseits gelang eine vorteilhafte Arrondierung des Territoriums. Graf Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen schloss sich 1544 der Reformation an. Geldmangel führte zu einer Schuldverschreibung an das wettinische Sachsenhaus, da im katholischen Franken kein Partner gefunden werden konnte. Am 1. September 1554 wurde im Rathaus zu Kahla zwischen den ernestinischen Herzögen Johann Friedrich II., Johann Wilhelm I. und Johann Friedrich III. der Jüngere, sowie den Grafen Wilhelm, Georg Ernst und Popo von Henneberg die ernestinisch-hennebergische Erbverbrüderung beschlossen.
Auflösung [Bearbeiten]
Grafschaft Henneberg um 1594 unter wettinischer Verwaltung
Der Kahlaer Vertrag mit den Wettinern sah die Übernahme Hennebergs durch Sachsen bei kinderlosem Ableben der Henneberger Linie vor. Dieser Fall trat 1583 ein. Die Herrschaft Schmalkalden geriet aber an die Landgrafschaft Hessen-Kassel. Sachsen konnte seine Macht nach Franken ausdehnen – nach dem Aussterben der gefürsteten Grafen von Henneberg kamen 7/12 der hennebergischen Besitzungen an die Ernestiner, die aber zunächst mit den übrigen 5/12 der Albertiner in gemeinsamer Verwaltung mit Sitz in Meiningen blieben. Da sich Ernestiner und Albertiner nicht über die Erbschaft einigen konnten, wurde die Grafschaft Henneberg erst 1660/61 aufgelöst und der weimarische Anteil der ehemaligen Grafschaft mit dem Herzogtum Sachsen-Weimar vereinigt; der Anteil Gothas verschmolz mit dem Herzogtum Sachsen-Gotha. Spaltungen dieser Linien in immer kleiner werdende Ernestinische Herzogtümer führten zur weiteren Zersplitterung des Henneberger Territoriums. Der albertinische Anteil ging bis 1718 an das Herzogtum Sachsen-Zeitz, fiel anschließend wieder an die albertinische Hauptlinie zurück und ging 1815 nach den Freiheitskriegen zusammen mit mehr als der Hälfte des Königreichs Sachsen (Gebiete des ehemaligen Kurkreises (Wittenberg), des Thüringischen Kreises (Langensalza) sowie des Neustädter Kreises, die Stifte Merseburg und Naumburg-Zeitz) in den Besitz des Königreichs Preußen über: Provinz Sachsen (Kreis Schleusingen). Mit dem ab 1826 vergrößerten Herzogtum Sachsen-Meiningen sorgte im 19. Jahrhundert einer der Nachfolgestaaten Sachsen-Gothas für eine erste teilweise Wiedervereinigung der Region.
Die Henne als Wappentier der Grafschaft ist in den Wappen der zahlreichen Nachfolgestaaten enthalten, beispielsweise im:
Fürstentum Sachsen-Coburg
Herzogtum Sachsen-Meiningen
Herzogtum Sachsen-Altenburg
Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha
Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach
Königreich Sachsen
Königreich Preußen
Die Bildung der Weimarer Republik bewirkte mit der Gründung des Landes Thüringen eine weitere Zusammenlegung ehemals hennebergischen Landes. Der Freistaat Coburg schloss sich dem Freistaat Bayern an. Die Gebiete um Schmalkalden und Schleusingen blieben weiterhin bis 1945 ein Teil Preußens.
Henneberg heute [Bearbeiten]
Die hennebergische Vergangenheit südlich des Rennsteigs zeigt sich insbesondere im gemeinsamen fränkischen Dialekt. Die alte Region Henneberg entspricht heute der kulturhistorischen Landschaft Henneberger Land in Südthüringen mit den Landkreisen Bad Salzungen (jetzt im Wartburgkreis), Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen und der kreisfreien Stadt Suhl sowie Teilen des Rhön-Grabfeld-Kreises (Regierungsbezirk Unterfranken).
Bedeutende Bauwerke [Bearbeiten]
Hennebergisches Fachwerk in Themar
Schloss Aschach
Bertholdsburg, Schleusingen
Veste Coburg
Hallenburg
Veste Heldburg
Burg Henneberg
Schloss Hohenstein
Burgruine Hutsberg
Johanniterburg Kühndorf
Schloss Mainberg
Schloss Glücksburg, Römhild
Burgruine Hartenburg
Burgruine Straufhain
Kloster Veßra
Burgruine Maienluft, Wasungen
Quellen [Bearbeiten]
Petrus Schenk: Accurate geographische Delineation der Gefürsteten Graffschafft Hennerg, Chursaechsischen Antheils bestehet in denen Aemmtern Schleusingen, Sula, Kühndorff mit Bennshausen. Nebst denen darinnen befindlichen Staedten, Flecken und Dorff-Schafften auch andern angrentzenden Gegenden entworffen. Nachdruck der Ausgabe Amsterdam, Schenk, 1755. Rockstuhl, Bad Langensalza 2003, ISBN 3-936030-15-4.
Johannes Mötsch (Hrsg.): Regesten des Archivs der Grafen von Henneberg-Römhild. 2 Teilbände. Böhlau, Köln u. a. 2006, ISBN 3-412-35905-X (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen. Große Reihe 13, 1–2)
Die Grafen von Henneberg waren ein fränkisches Adelsgeschlecht. Gegen Ende des 11. Jahrhunderts, zirka 200 Jahre nach der fränkischen Ostkolonialisierung, dehnten sie im Zuge des Zerfalls der fränkischen Grafschaftsverfassung und dem Verschwinden des fränkischen Reichsguts im Gebiet zwischen Thüringer Wald und Main ihr Herrschaftsgebiet aus und gründeten die gleichnamige Grafschaft Henneberg. Erstmals wurden die vermutlich dem Geschlecht der Popponen entstammenden Grafen im Jahre 1078 chronikalisch und 1096 urkundlich erwähnt.
Entwicklung des Hauses [Bearbeiten]
Kloster Veßra: Rekonstruiertes Eingangswappen
Kloster Veßra Eingangswappen
Ursprung [Bearbeiten]
Stammburg der Henneberger Grafen war die Henneburg auf dem Henneberg bei dem gleichnamigen Dorf im heutigen thüringischen Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Das Geschlecht derer „von Henneberg“ ist erstmals 1096 mit dem Würzburger Burggrafen Godebold II. fassbar, dessen Abstammung auf die Popponen zurückgeführt wird. Die Henneberger waren wohl schon ab 1057 Burggrafen in Würzburg; diese Position ging dann im Machtkampf mit den Würzburger Bischöfen bis 1354 verloren.
Teilungen in Erblinien [Bearbeiten]
1190 teilte sich das Geschlecht in die Linien Henneberg, Botenlauben und Strauf. 1274 erfolgte eine erneute Teilung in die Linien Henneberg-Schleusingen, Henneberg-Aschach-Römhild und Henneberg-Hartenberg. Die mächtigste Linie war Henneberg-Schleusingen mit Sitz auf Schloss Bertholdsburg, die auch den längsten Bestand hatte. Im Jahre 1310 wurde Berthold VII. von Henneberg-Schleusingen, der 1274 die Henneburg erhalten hatte, in den Fürstenstand erhoben. Zeitweise war er Bevollmächtigter Kurbrandenburgs und Kursachsens, Verwalter Böhmens und Vormund des Wittelsbacher Kaisersohns Ludwig von Bayern.
Nach dem Aussterben der Herzöge von Andechs-Meranien im Jahr 1248 fielen deren Besitzungen um Coburg an die Grafen von Henneberg-Strauf. Zwischen beiden Häusern bestanden auf Grund der Ehe von Poppo VI., dem Vater von Otto von Botenlauben, mit Sophie von Istrien verwandtschaftliche Beziehungen. Graf Hermann I. von Henneberg-Coburg (1224–1290) erhielt nach dem Aussterben der Ludowinger 1249 von seinem Stiefbruder, dem Markgrafen Heinrich III. von Meißen ein Gebiet um Schmalkalden und formte aus dem Straufschen und dem Botenlaubener Erbe, dem Coburger Umland und weiteren Zugewinnen die „Neue Herrschaft“. Diese ging mit dem Tod seines Sohnes Poppo VIII. 1291 als Erbe Hermanns Tochter Jutta durch deren Ehe mit dem askanischen Mitregenten Markgraf Otto den Langen von Brandenburg zu Salzwedel unter der Bezeichnung Pflege Coburg an das das Kurfürstentum Brandenburg verloren. Durch die Vermählung von Juttas Enkelin Jutta von Brandenburg mit dem Sohn des Fürstgrafen Berthold VII. von Henneberg-Schleusingen, Heinrich VIII., gelangte die Pflege Coburg 1312 als Mitgift wieder an die inzwischen gefürstete Grafschaft Henneberg, die damit ihre größte territoriale Ausdehnung erreichte.
Die bedeutendsten Städte der Grafschaft waren nun Schmalkalden, Coburg und Suhl. 1542 kam Meiningen zu Henneberg und wurde zu einem weiteren Zentrum der Grafschaft. Suhl bildete mit umfänglichem Bergbau und der Waffenfabrikation das wirtschaftliche Zentrum, in Meiningen war das Textil- und Metallhandwerk sowie der Handel stark vertreten, während die anderen Städte als Residenzen und Zentren von Kultur und Kunst dienten. Geistliches Zentrum der Grafschaft war das von den Hennebergern im Jahre 1131 gegründete Prämonstratenserkloster Veßra (jetzt Hennebergisches Museum Kloster Veßra), das fast allen Generationen als Grablege diente.
Gebietsverluste durch Vererbungen [Bearbeiten]
Als Fürstgraf Heinrich VIII. 1347 starb, wurde der Besitz des Hauses Henneberg-Schleusingen zwischen seiner Witwe und Heinrichs jüngerem Bruder Johann aufgeteilt, wobei Jutta erneut die Neue Herrschaft zugesprochen bekam. Mit Juttas Tod 1353 wurde die Neue Herrschaft unter drei ihrer Töchter, Elisabeth, Katharina und Sophie, als Erbe aufgeteilt. Die vierte Tochter Anna führte als Äbtissin das Zisterzienserinnenkloster Sonnefeld zu einer unverhofften Blüte.
Ein bedeutender Teil der Grafschaft, der südöstliche Teil der Neuen Herrschaft um Coburg und Sonneberg, ging als Erbe der zweitältesten Tochter Katharina († 1397) bei ihrer Hochzeit mit dem Markgrafen von Meißen und Landgrafen von Thüringen Friedrich dem Strengen (III.) 1347 an das Haus Wettin. Der aus dieser Ehe hervorgegangene Friedrich IV. war der erste Kurfürst aus dem Haus Wettin. Durch die Ehe des Bruders Friedrichs III., Balthasar, mit Margaretha, der Tochter der Sophie von Henneberg und des Burggrafen Albrecht des Schönen von Nürnberg aus dem Hause Hohenzollern, gelangte Hildburghausen mit dem Heldburger Unterland und den Ländereien um Eisfeld 1374 ebenfalls an die Wettiner. Damit war die Pflege Coburg der südlichste Teil des Kurfürstentums Sachsen geworden.
Der Gemahl der ältesten Tochter Elisabeth, Graf Eberhard II. von Württemberg, verkaufte einen Großteil der unterfränkischen Güter für 90.000 Gulden an das Hochstift Würzburg. Nach und nach gingen auch die meisten restlichen Besitzungen an Würzburg verloren. Über die Herrschaft Schmalkalden schlossen Landgraf Heinrich II. von Hessen und Elisabeth von Leuchtenberg, die Witwe des Fürstgrafen Johann I. von Henneberg-Schleusingen, 1360 einen gegenseitigen Erbvertrag, nachdem beide gemeinsam das Territorium vom Burggrafen Albrecht von Nürnberg, dem Gemahl der Sophie von Henneberg, erworben hatten. Mit dem Aussterben der Hennberger endete die Doppelherrschaft, und die Herrschaft Schmalkalden fiel an das Haus Hessen.
Erlöschen [Bearbeiten]
Trotz dieser Gebietsverluste waren die Henneberger zeitweilig die größte weltliche Macht im Fränkischen Reichskreis. Die Grafschaft Henneberg befand sich von jeher im Reibungsbereich mittel- und süddeutscher Mächte. Dies zwang Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen zur Durchsetzung der Reformation im 16. Jahrhundert. Geldmangel führte zu einer Schuldverschreibung mit dem wettinischen Haus, da im sonst katholischen Franken kein Partner gefunden werden konnte. Am 1. September 1554 wurde im Rathaus zu Kahla zwischen den Ernestiner Herzögen Johann Friedrich II., Johann Wilhelm I. und Johann Friedrich III. dem Jüngeren einerseits und den Fürstgrafen Wilhelm, Georg Ernst und Poppo von Henneberg andererseits die ernestinisch-hennebergische Erbverbrüderung beschlossen. Dieser sogenannte „Kahlaer Vertrag“ mit den Wettinern sah die Übernahme Hennebergs durch Sachsen bei Ableben der Henneberger Linie vor. Dieser Fall trat 1583 mit dem Tod des letzten Fürstgrafen Georg Ernst ein.
Stammliste [Bearbeiten]
Stammtafel derer von Henneberg
Von Poppo I. bis Heinrich I. (11. Jh. bis 1262) [Bearbeiten]
1. Poppo I. († 1078), Graf von Henneberg
1. Gotebold II. († 1144)
1. Poppo IV. († 1156) ∞ Irmgard aus dem Hause der Udonen
1. Berthold I. († 1159)
1. Poppo VI. († 1190), ∞ Sophie von Istrien
1. Berthold II. († 1212)
1. Berthold III. († um 1218)
2. Poppo VII. von Strauf († 1245) ∞ Jutta von Thüringen
1. Hermann I. von Henneberg-Coburg († 1290) ∞ Margarete von Holland, Schwester Wilhelms von Holland
1. Poppo d. J. von Henneberg-Coburg († 1291), 1290–1291 Graf von Henneberg-Coburg
2. Jutta von Henneberg-Coburg, ∞ Otto von Brandenburg
2. Heinrich I. von Henneberg-Schleusingen († 1262) (weiter siehe unten)
3. Berthold I. von Henneberg, Bischof von Würzburg 1267–1274, Weihbischof in Mainz 1307–1312
3. Otto I. von Botenlauben (1177–1245), Minnesänger, Kreuzfahrer und Klostergründer ∞ Beatrix von Courtenay
1. Otto II. von Botenlauben, Provisor des Zisterzienserinnenklosters Frauenroth
1. Albert von Botenlauben
2. Heinrich von Botenlauben
2. Irmingard von Henneberg († 1197), ∞ mit dem ersten Pfalzgrafen bei Rhein Konrad dem Staufer
2. Gebhard von Henneberg († 17. März 1159), 1150–1159 Bischof von Würzburg
3. Günther von Henneberg († 16. August 1161), 1146–1161 Bischof von Speyer
4. Otto II. von Henneberg, 1190–1200 Bischof von Speyer
2. Gotebold I. († 1091)
1. Poppo II. († 1118) → Nebenlinie (Frankensteiner, bis 1354?)
Von Heinrich I. an (1262 bis 1583) [Bearbeiten]
1. Heinrich I. von Henneberg-Schleusingen († 1262), verheiratet mit Sophia, einer Tochter seiner Stiefmutter Jutta von Thüringen
1. Heinrich II. von Henneberg-Hartenberg († 1317), 1262–1317 Graf von Henneberg-Hartenberg, verkauft sein Drittel von Würzburg
1. Poppo X. von Henneberg-Hartenberg († 1348), 1317–1348 Graf von Henneberg-Hartenberg
1. Berthold († 1378), 1348–1378 Graf von Henneberg-Hartenberg, verkauft Hartenberg 1371 an Hermann III. von Henneberg-Aschach
2. Hermann II. von Henneberg-Aschach († 1292), Graf von Henneberg-Aschach 1262–1292
1. Hermann von Henneberg-Aschach, Graf 1292–1306 mit seinem Bruder Heinrich
2. Heinrich III. von Henneberg-Aschach, († um 1355), Graf von Henneberg-Aschach 1292–1352
1. Hermann III. († 1403), Graf von Henneberg-Aschach 1352–1403, verkauft Aschach 1390, kauft Hartenberg 1371
1. Friedrich I. († 1422), Graf von Henneberg-Aschach 1403–1422
1. Georg († 1465), Graf von Henneberg-Aschach 1422–1465
1. Friedrich II. († 1488), Graf von Henneberg-Aschach 1465–1488
1. Hermann IV. († 1535), Graf von Henneberg-Aschach 1488–1535
1. Berthold († 1549), verkauft Römhild 1548 an Mansfeld, dies 1555 an Sachsen
2. Albrecht († 1549), ∞ Katharina Gräfin von Stolberg, sie erbt Schwarza, das dann durch Testament an Stolberg fällt
2. Otto († 1502)
3. Philipp von Henneberg-Aschach, Bischof von Bamberg 1475–1487
4. Berthold von Henneberg-Aschach, Erzbischof von Kurmainz 1484–1504
3. Berthold III. von Henneberg-Schleusingen († 1284)
1. Berthold IV./VII. († 1340), 1310 in den Fürstenstand erhoben
1. Heinrich IV./VIII. († 1347) ∞ Jutta von Brandenburg, Enkelin der Jutta von Henneberg-Coburg
1. Elisabeth von Henneberg-Schleusingen, Erbin von Irmelshausen ∞ Graf Eberhard von Württemberg
2. Katharina von Henneberg, Erbin von Coburg ∞ Friedrich der Strenge von Meißen
3. Sophie von Henneberg, Erbin von Hildburghausen und Schmalkalden († 1372) ∞ Albrecht der Schöne († 1361), Burggraf von Nürnberg
4. Anna von Henneberg († um 1363), Äbtissin im Kloster Sonnefeld
2. Johann I. († 1347) ∞ Elisabeth von Leuchtenberg
1. Heinrich V. († 1405)
1. Wilhelm I. († 1426)
1. Wilhelm II. († 1444)
1. Wilhelm III. († 1480)
1. Wilhelm IV. († 1559), ∞ Anastasia von Brandenburg, Tochter von Kurfürst Albrecht Achilles
1. Johann III., Fürstabt von Fulda 1521/1529–1541
2. Georg Ernst († 1583), ∞ I. 1543 Elisabeth von Braunschweig, ∞ II. Elisabeth von Württemberg
2. Johann II. von Henneberg-Schleusingen, Fürstabt von Fulda 1472–1507
3. Elisabeth († 1377 ) ∞ Johann II. Burggraf von Nürnberg
Mitglieder des Grafenhauses [Bearbeiten]
Georg Ernst Fürst zu Henneberg
Graf Wilhelm der IV. von Henneberg Schleusingen
Apollonia von Henneberg († 1548)
Anna von Henneberg: Äbtissin
Graf Poppo V. von Henneberg († 1156): Verheiratet mit Irmgard († 1178) aus dem Hause der Udonen
Gebhard von Henneberg († 17. März 1159): Bischof von Würzburg
Günther von Henneberg († 16. August 1161): Bischof von Speyer
Irmingard von Henneberg († 1197): Tochter des Grafen Bertold I. von Henneberg, verheiratet mit dem ersten Pfalzgrafen bei Rhein Konrad dem Staufer
Graf Poppo VII. von Henneberg: Verheiratet mit Jutta von Thüringen
Graf Otto von Henneberg (* wahrscheinlich 1177 in Henneberg; † vor 1245 bei Bad Kissingen): Minnesänger, Kreuzfahrer und Klostergründer
Graf Hermann I. von Henneberg (* 1224; † 1290): Heirat 1249 mit Margarete († 26. März 1277), der Schwester Wilhelms von Holland
Graf Heinrich I. von Henneberg († 1262): Verheiratet mit Sophia von Wettin, einer Tochter seiner Stiefmutter Jutta von Thüringen
Linie Henneberg–Schleusingen [Bearbeiten]
Graf Berthold VII. der Weise (* 1272 in Schleusingen; † 13. April 1340 in Schleusingen)
Elisabeth von Henneberg-Schleusingen (* 1319; † 23. März 1384): Gräfin von Württemberg
Gräfin Elisabeth von Henneberg († 1377): Verheiratet mit dem Nürnberger Burggrafen Johann II.
Katharina von Henneberg († 1397): 1347 verheiratet mit Markgraf von Meißen Friedrich der Strenge
Graf Heinrich von Henneberg (* 1350; † 26. Dezember 1405): Verheiratet ab 1376 mit Matilde von Baden († 3. August 1425 in Schleusingen), einer Tochter des Badener Markgrafen Rudolf VI.
Graf Wilhelm II. von Henneberg-Schleusingen (* 14. März 1415; † 8. Januar 1444 bei einem Jagdunfall) [1] : Verheiratet mit Katharina von Hanau, verwitwete Gräfin von Rieneck
Graf Wilhelm III. von Henneberg-Schleusingen (* 12. März 1434; † 26. Mai 1480 in Salurn)
Johann II. Graf von Henneberg-Schleusingen: Fürstabt von Fulda (1472–1513)
Graf Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen (1478–1559): Verheiratet mit Anastasia von Brandenburg, einer Tochter von Kurfürst Albrecht Achilles
Graf Georg Ernst von Henneberg-Schleusingen (1511–1583): verheiratet mit 1543 Elisabeth von Braunschweig († 19. August 1566), danach verheiratet mit Elisabeth (1548–1592), der Tochter des Herzogs Christoph von Württemberg
Poppo XII. Graf von Henneberg-Schleusingen (1513–1574): 1546 verheiratet mit Elisabeth von Brandenburg, verwitwete Herzogin zu Braunschweig-Lüneburg, Fürstin von Calenberg-Göttingen
Johann III. Graf von Henneberg-Schleusingen (1503–1541): Fürstabt von Fulda (1521/29–1541)
Linie Henneberg–Aschach–Römhild [Bearbeiten]
Georg Graf von Henneberg-Römhild; verheiratet mit Johanna von Nassau-Weilburg († 1. Februar 1481 in Römhild), der Tochter von Philipp I von Nassau-Weilburg und Anna von Hohenlohe-Weikersheim
Philipp von Henneberg († 1487): Erzbischof von Bamberg (1475–1487)
Berthold von Henneberg (* 1441/42; † 21. Dezember 1504): Erzbischof von Kurmainz
Apollonia von Henneberg-Römhild: Verheiratet mit Gottfried Werner von Zimmern (1484–1554)
Graf Hermann VIII. von Henneberg-Aschach (1470–1535): Verheiratet seit 1491 mit Elisabeth von Brandenburg (1474–1507), einer Tochter von Kurfürst Albrecht Achilles
Jutta von Henneberg: Tochter des Grafen Berthold VIII. von Henneberg, verheiratet mit dem Markgrafen der Lausitz Dietrich IV.
Edle von Henneberg [Bearbeiten]
Seit 1738 gibt es auch eine briefadelige Familie von Henneberg, die den erbländisch-österreichischen Adelsstand mit "Edler von Henneberg" erhielt [2]
Siehe auch [Bearbeiten]
Liste hochadeliger Familien in Franken
Literatur [Bearbeiten]
Johannes Mötsch: Regesten des Archivs der Grafen von Henneberg-Römhild. Teilbände 1 und 2. Böhlau, Köln etc. 2006, ISBN 978-3-412-35905-8
Heinrich Wagner: Zur Abstammung der Grafen von Henneberg von den Putelndorfern, Entwurf einer Genealogie der Grafen von Henneberg, in: Jahrbuch 1996 des Hennebergisch-Fränkischen Geschichtsvereins, Veßra 1996
Weblinks [Bearbeiten]
Commons: Henneberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Grafen Henneberg in Genealogie-Mittelalter
Wappen der „Grafen von Hennenberg“ im Ortenburger Wappenbuch von 1466
Die Graven zu Hennenberg – Wappen deutscher Geschlechter Augsburg ? 1475
Wappen der Henneberg im Wappenbuch des Heiligen Römischen Reiches, Nürnberg um 1554–1568
Einzelnachweise [Bearbeiten]
1. ↑ Das Datum des Todestages weicht in den verschiedenen Quellen leicht ab und wird zwischen dem 7. und 9. Januar angegeben